Exclusive: The Original Chapter 15

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Exclusive: The Original Chapter 15 (auf deutsch: Exklusiv: Das ursprüngliche Kapitel 15) ist die Originalfassung des 15, Kapitels von Der geteilte Wald aus Staffel 5 "Der Ursprung der Clans." Das Kapitel, das während des Lektoratsprozesses vom Verlag verändert wurde, wurde in Originalform von Kate Cary auf ihrem Blog veröffentlicht. Das Kapitel wurde ursprünglich aus der Sicht von Großer Schatten geschrieben, und nicht aus Donners Sicht, wie es gedruckt wurde.

Zusammenfassung[Bearbeiten]

Das Kapitel erzählt von Großer Schattens Gruppe, die gerade ein neues Lager baut. Man sieht Distel und Kieselherz, wie sie ihre Bauten fertig stellen, und Großer Schatten sie dabei beobachtet, und mit ihnen spricht. Donner führt Bergkatzen ins Lager, es sind Sanfter Regen und Mondschattens Sohn. Sie sind hier um Grauer Flug und Wolkenhimmel zu sehen. Sanfter Regen ist sehr erschöpft, und verwundet.

Freie Übersetzung[Bearbeiten]

Großer Schatten betrachtete den Frischbeutehaufen. Die zwei Mäuse und die dürre Amsel, die Schlammpfote und Mausohr von ihrer Jagd mitgebracht hatten, würden sie nicht alle satt bekommen. Sie blickte hoch zum Himmel, wo die Sonne gerade hinter den Spitzen der Kiefern versank. Noch war Zeit, eine weitere Patrouille loszuschicken.
"Zackiger Berg", rief sie über die Lichtung, in Richtung des Baus, der in die Brombeeren eingewebt war.
Distel schob ihren Kopf heraus. "Er hat mit den Jungen das Lager verlassen", entgegnete sie. "Er will ihnen Jagdtechniken beibringen."
Großer Schatten überquerte die Lichtung, und die borstige Kätzin schlüpfte aus dem Bau, ihr entgegen.
"Arbeitest du immer noch an deinem Bau?" Großer Schattens Blick fiel anerkennend auf das hohe, bogenförmige Dach.
"Ich entferne nur die letzten verstreuten Ranken. Sie verfangen sich ständig in den Pelzen der Jungen." Holly setzte sich, um ihre Pfote zu lecken.
Großer Schatten konnte das Blut riechen. "Das muss eine stachelige Arbeit sein."
"Meine Kratzer werden heilen", erklärte Distel sachlich. "Und der Bau wird dafür für viele Blattwechsel stabil sein."
Großer Schatten neigte ihren Kopf um das schattigere Innere zu sehen. Sie konnte gerade so die Nester ausmachen, die die Rückwand säumten. "Wenn du hier fertig bist, könntest du vielleicht helfen einen anderen zu bauen." Sie nickte in die Richtung von Schlammpfote und Mausohr, die gerade am Rand der Lichtung ruhten, und noch immer von ihrer langen Jagd erschöpft waren. "Ich hätte ein besseres Gefühl dabei, wenn wir alle Unterschlüpfe hätten, bevor der nächste Schnee fällt."
"Natürlich." Distel suchte mit den Augen die Mauern des Lagers ab. Ein weiterer Bau stand bereits, und er ragte aus der Wand heraus wie das Nest einer Saatkrähe. Die eng verwebten Brombeerranken boten exzellenten Schutz. Kieselherz hatte einen Viertelmond daran gearbeitet, und nun war der Bau fast so groß wie der Distels. Jetzt war er damit beschäftigt, die Erde aus dem Inneren herauszuschaffen, so, dass es weniger ein Bau und mehr ein Kokon wurde.
Er tappste heraus als Distel ihn beobachtete und nickte ihr zu. "Ich wünschte, wir hätten Heidekraut hier", sagte er und schüttelte etwas Schmutz von seinen Pfoten. "Das wäre eine großartige Fütterung."
Großer Schatten schnippste mit ihrem Schwanz. "Wenn der Beutehaufen mal wieder voll ist, werde ich eine Patrouille zum Moor schicken, damit sie dir welches holen."
"Du wirst einiges brauchen", sagte Distel und warf einen Blick vorbei an Kieselherz auf seinen Bau. "Da drin ist Platz für einen Dachs."
"Ich wollte genug Platz für mehr Nester", erklärte Kieselherz. "Wenn Katzen krank werden, brauchen sie einen Ort, wo sie sich ausruhen können und ich ein Auge auf sie haben kann."
Großer Schatten setzte sich, und ein gutes Gefühl wärmte ihren Pelz. Ihr neues Lager wurde ein Zuhause. Hier, geschützt zwischen den Kiefern, fühlte es sich sicherer und gemütlicher an als in der Mulde im Moor. Sie vermisste weder den harrschen Wind noch den offenen Himmel, und die gedämpften Geräusche des Waldes - die geschwätzigen Vögel und das Knarren der Kiefern - beruhigten sie.
Ihre einzige Sorge war Grauer Flug. Er war seit Tagen fort. War er noch immer erzürnt über ihren Streit, oder war ihm etwas passiert? Vielleicht sollte sie einen Suchtrupp losschicken. Oder würde er dann sagen, sie behandele ihn wie ein streundes Junges?
Die Brombeerranken raschelten am Eingang des Lagers und sie schreckte aus ihren Gedanken hoch. Grauer Flug?
Zackiger Berg und die Jungen? Sie erstarrte überrascht, als sie Donners orangen und weißen Pelz erkannte, und sah, wie er mit der Nase voran seinen Weg ins Lager fand.
Sie eilte auf ihn zu um ihn zu begrüßen, ihre Nase zuckte, als sie auf unbekannten Geruch stieß. Zwei fremde Katzen folgten Donner und Strömender Fluß tappte hinter ihnen drein. Sie starrte verwundert auf diese Besucher, während Schlammpfote und Mausohr langsam aufstanden, ihr Fell aufgerichtet.
Die Besucher waren dünn, und ihre Felle zerfetzt. Sie sahen zu ihr mit Augen stumpf von Müdigkeit und Hunger. Warum hatte Donner sie hergebracht? Wollte Wolkenhimmel sie nicht?
Sie hörte, wie Pfoten auf Nadeln traten, und spürte Distel an ihrer Seite. "Wer ist das?"
Eine der fremden trat vor und suchte Großer Schattens Blick. Ihr Pelz war getupft und kam ihr seltsam vertraut vor, obwohl das Fell dünn war und die Knochen darunter sichtbar waren. Großer Schattens Pfoten prickelten nervös. Warum sieht sie mich so an? Die Streunerin hatte eine Erwartung in ihrem Blick, als hätten sie sich schon einmal getrofen. Großer Schattens Herz schlug schneller. Diese gesprenkelten Markierungen, und die Augen, die so weit außeinander standen, um eine schmale Nase. Alte Erinnerungen regten sich. Großer Schatten öffnete ihren Mund und suchte nach Geruch jenseits des Gestankds von Hunger und Reise. Eine schwache Note von Stein und Eis berührte ihre Zunge.
Konnte das eine Stammeskatze sein?
Großer Schatten erstarrte.
"Erkennst du mich nicht?" Das Miauen der Kätzin war schwer vor Emotion.
Großer Schatten lehnte sich nach vorn und schnubberte. Aufregung packte sie, als sie einen Geruch wahrnahm, den sie seit Monden nicht gerochen hatte. "Sanfter Regen? Bist du es?" Ihr Fell stellte sich auf, als sei sie vom Blitz getroffen worden, und Freude regte sich in ihrer Brust.
Distel rührte sich neben ihr. "Du kennst diese Katze?"
Sanfter Regen schnurrte, es klang, als würde ihre Brust knistern. "Sie kennt mich gut." Sie hob ihre Nase als Großer Schatten auf sie zukam und ihren Körper umstrich. Ihr Blick fiel auf die zweite Katze. Wie konnte es sein, dass seinen dünnen, dunklen Körper und diesen grünen Blick nicht erkannt hatte? "Du musst Mondschattens Junges sein!" Er sah seinem Vater so ähnlich. Ihr Herz machte Sprünge, als sie ihn sah. Sowohl, weil der Schmerz um den Verlust ihres Bruders und Wurfgefährten noch groß war, als auch vor Freude seinen Sohn zu sehen.
Er nickte ernst und Großer Schatten erstarrte. Wusste er, dass sein Vater tot war?
Gerade so, als habe er ihre Gedanken gelesen, machte Donner einen Schritt auf sie zu und murmelte: "Sie wissen von Mondschatten und Funkelnder Bach, aber mehr habe ich ihnen nicht über ihre alten Stammesgefährten erzählt." "Wo ist Grauer Flug?" Sanfter Regen sah sich hoffnungsvoll im Lager um.
Großer Schatten zögerte.
"Was ist los?" Sanfter Regen sprang herum und starrte Strömender Fluß vorwurfsvoll an "Hast du deshalb wie eine Elster geplappert, während wir unterwegs waren? Versteckst du noch mehr Leid vor uns?"
Strömender Fluß erwiderte ihren Blick, sagte jedoch nichts.
Großer Schatten krallte sich in die Erde. Was sollte sie tun? Sanfter Regen sah nicht so aus, als könne sie noch mehr schlechte Nachrichten vertragen. "Grauer Flug ist im Moment nicht hier." Hoffnungsvoll sah sie zu Donner. "Hast du ihn gesehen?"
Donner erwiderte ihren Blick verwirrt. "Warum sollte ich? Er lebt jetzt hier."
Distels Ohren zuckten. "Er ist vor ein paar Tagen gegangen. Seitdem haben wir ihn nicht gesehen."
"Er wird vermisst!" Sanfter Regen blinzelte Donner an. "Du meintest, er würde hier sein!" Sie suchte die Lichtung mit dem Blick ab. "Werden Wolkenhimmel und Zackiger Berg auch vermisst?"
Sonnenschatten knurrte. "Was versteckt ihr vor uns?"
Großer Schattens Fell juckte vor Frustration. Sie sollte ihnen alles erzählen, was passiert war, seit sie die Berge verlassen hatten. Verzweifelt starrte sie ihre alten Freunde an. Sonnenschatten zitterte, seine knochigen Flanken bebten. Sanfter Regen schwankte auf ihren Pfoten. Sie sind noch nicht stark genug um es zu hören.
Pfoten näherten sich ihnen. "Ich rieche Entzündung." Kieselherz eilte über die Lichtung. Er stoppte neben Sanfter Regen und schnupperte an ihrem Fell.
Sie zuckte zurück. "Wer ist das?"
"Kieselherz", erklärte Großer Schatten. "Er kann heilen."
"Ich habe Kräuter, die helfen könnten", sagte Kieselherz bescheiden. Er schnupperte erneut an Sanfter Regens Fell, und stoppte, als er auf eine schwarze Wunde an ihrem Hinterbein stieß. "Ist das deine einzige Verletzung?" Sie schnaubte. "Die einzige, die der Rede wert ist."
"Sie braucht eine n Umschlag", sagte er. "Ich werde einen machen. Bitte ruh dich in der Zwischenzeit aus, und iss etwas. Du brauchst Kraft, damit du diese Entzündung bekämpfen kannst. Sie sitzt tief." Er nickte in Richtung des Beutehaufens, und verschwand dann in seinem Bau.
Sanfter Regen beobachtete, wie er davonging. "Wenigstens eine ehrliche Katze."
"Wir sind alle ehrlich!", brauste Großer Schatten auf. Wie konnte sie es wagen? Das ist mein Zuhause und ihr seid meine Gäste! Der Blick, mit dem sie Sanfter Regen begegnete, war feurig. "Kieselherz hat recht. Ihr müsst rasten. Es gibt viel zu erzählen, aber nicht, während ihr beide ausseht als würdet ihr jeden Moment sterben."
Sanfter Regen schnurrte. "Du hast Mondschattens Temperament."
"Und ich erkenne, wo Wolkenhimmel seinen Mut her hat." Großer Schatten ging zu Kieselherz' Bau. "Folge mir."
Sanfter Regen rümpfte ihre Nase als sie näherkam. "Es riecht nach Saft!"
Großer Schatten hielt neben dem Eingang an. "Kieselherz mischt Kräuter an, um deine Wunde zu heilen."
Während sie sprach, kam Kieselherz aus dem Bau, ein Blatt gefaltet zwischen den Zähnen. Er ließ es neben Sanfter Regen zu Boden fallen.
"Leg dich bitte hin."
Sie warf ihm einen wachsamen Blick zu, protestierte jedoch nicht sondern ließ sich vorsichtig auf dem Boden nieder. Großer Schatten sah, wie Erleichterung das Gesicht der alten Katze erweichte, als sie sich endlich ausruhen konnte.
Kieselherz faltete das Blatt mit seiner Pfote auf, und leckte etwas von dem grünen Brei auf, und begann, es in Sanfter Regens Wunde zu waschen. Sie zuckte, blieb jedoch still.
"Wird es heilen", fragte Sonnenschatten.
"Mit der Zeit", erwiderte Kieselherz während er arbeitete.
Großer Schatten gab Schlammpfote und Mausohr mit ihrem Schweif ein Zeichen. "Wir brauchen mehr Beute."
Mausohr nickte. "Wir gehen jagen."
"Als wir heute morgen jagen waren, habe ich einen Vorrat Bucheckern gefunden", miaute Schlammpfote. "Wo Nüsse sind, sind Eichhörnchen."
Die beiden Kater überquerten die Lichtung, zogen an Strömender Fluss und Donner vorbei und verließen das Lager.
Großer Schatten folgte ihnen und stoppte neben Donner. "Danke, dass du sie hergebracht hast."
"Sie wollte dich und Grauer Flug sehen", sagte Donner schulterzuckend.
Großer Schatten fühlte das vertraute Zupfen von Sorge. "Falls du irgendeine Spur von Grauer Flug siehst, sag ihm, dass er heimkommen soll."
"Sicher." Donner neigte den Kopf.
Strömender Fluss trippelte ungeduldig. "Ich muss zurück zur Insel. Die anderen werden sich fragen, wo ich bin."
Die anderen. Bei diesen Worten erinnerte sich Großer Schatten an den Abschied in der Mulde. "Habt ihr Getupfter Pelz und Gebrochenes Eis in eure Gruppe aufgenommen?"
"Natürlich." Strömender Fluss schnurrte. "Sie waren uns sehr willkommen und haben sich gut eingelebt. Allerdings war ich überrascht, sie zu sehen. Nacht und Tau haben Getupfter Pelz das Schwimmen beigebracht."
Großer Schatten sah Donner erschaudern.
"Sie hat ihren ersten Fisch gestern gefangen", fuhr Strömender Fluss fort. "Sie mag ja in den Bergen geboren sein, aber sie bewegt sich wie ein Otter im Wasser."
"Hast du Getupfter Pelz gesagt?", rief Sanfter Regen über die Lichtung.
"Sie und Gebrochenes Eis leben jetzt bei Strömender Fluss", rief Großer Schatten zurück.
"Bergkatzen, die am Wasser leben?" Sanfter Regen blinzelte überrascht, während Kieselherz weiter an ihrer Wunde beschäftigt war.
"Vergiss nicht, dass wir hinter einem Wasserfall aufgewachsen sind." Großer Schatten fühlte einen Anfall von Sehnsucht, als sie an diese weit zurücklegende Erinnerung dachte. So viel war seitdem passiert. Hatten sie sich verändert? "Vielleicht hat Getupfter Pelz das Wasser vermisst, dass sie in den Schlaf gewogen hat." Würde Sanfter Regen jemals all die Entscheidungen verstehen, die sie getroffen hatten, seit sie in ihrem neuen zuhause waren? Plötzlich wurde ihr Herz schwer. Nicht all diese Wahlen waren gut gewesen. Wie würde sie den Kampf mit Wolkenhimmel und seinen Streunern erklären? Trauer verengte ihr die Kehle, als sie an das Grab neben den vier Bäumen dachte, wo nun so viele ihrer Freunde lagen.
Strömender Fluss drehte sich um. "Ich muss gehen."
"Ich auch." Donner warf Großer Schatten einen Blick zu. "Könnt ihr euch um sie kümmern? Habt ihr genug Beute?"
"Wir werden genug finden", versicherte Großer Schatten. Sie fanden die besten Plätze zum jagen rasch zwischen den Kiefern. Und in der Stille des Waldes war Beute leicht zu hören. Zwar war nicht viel da, doch sie waren alle gute Jäger.
Strömender Fluss machte sich auf, aus dem Lager, und als Donner sich umdrehte um ihm zu folgen, rief Sanfter Regen nach ihm. "Geh noch nicht, Donner! Erzähl mir mehr über deinen Vater! Hat er eine neue Gefährtin gefunden?" Großer Schatten sah, wie sich die Augen des jungen Katers verengten. "Bleib", flüsterte sie. "Nur lange genug, damit sie sicher ist, dass es ihm gut geht."
Donner erwiderte ihren Blick unsicher und Großer Schatten fragte sich, was in ihm fvorging. Doch bevor sie fragen konnte, erzitterte der Brombeerwall und Zackiger Berg kam herein.
"Du bist zurück!", Distel eilte auf ihn zu um ihn zu begrüßen.
Sanfter Regen richtete sich auf, und schob Kieselherz zur Seite. "Mein Sohn!"
Zackiger Berg zögerte, seine Augen wurden groß. "Sanfter Regen?" Freude ließ seine Augen aufleuchten und er beeilte sich, sie zu begrüßen, sein Hinterbein schleifte hinter ihm her, so schnell war er.
Sanfter Regens Blick fiel auf seine Verletzung. "Was ist passiet?", fragte sie entsetzt.
"Eine alte Verletzung", Zackiger Berg kam zum stehen. "Ich bin von einem Baum gefallen. Nichts wichtiges."
"Du bist lahm!" Sanfter Regen starrte ihn an. Enttäuschung in ihren Augen.
Zackiger Berg erstarrte, und das Fell entlang seiner Wirbelsäule stellte sich auf.
Holly knurrte. "Er humpelt, mehr nicht", sagte sie mit scharfem Ton an Sanfter Regen gewandt. "Er kann jagen und denken, wie jede andere Katze und -"
Aufgeregtes Miauen ließ sie verstummen. Taunase stürmte ins Lager, eine Wühlmaus ziehend, während Sturmpelz und Adlerfeder[1] sich um sie drängten. "Ich bin dran mit tragen!", beschwerte sich Adlerfeder.
Zackiger Berg drehte sich um und sah sie ernst an: "Benehmt euch! Meine Mutter ist zu Besuch aus den Bergen."
Taunase ließ die Wühlmaus fallen und starrte die zerfetzte Kätzin an. "Das ist deine Mutter?"
Sturmpelz rannte zu Distel und versteckte sich unter ihrem Bauch. "Was tut sie hier? Sie riecht seltsam."
Adlerfeder tappte auf Sanfter Regen zu, seine Nase zuckte. "Warum bist du hier?"
Sanfter Regens Fell stellte sich auf. "So erziehst du also deine Kinder in diesem Land der sanften Erde?" Sie warf Zackiger Berg einen bösen Blick zu. "Solche Unverschämtheit hätte ich nie erlaubt."
Distels Augen glitzerten voller Zorn. "Vielleicht sind deine Söhne deshalb gegangen."
Sanfter Regen erwiderte den Blick. "Wie kannst du es wagen?"
Zackiger Berg trat zwischen die beiden Kätzinnen. "Meine Jungen sind lebhaft", sagte er, an seine Mutter gewandt, "aber sie haben gute Herzen und werden gute Jäger sein."
Sanfter Regen ignorierte ihn und drehte sich zu Donner. "Ich will meine anderen Söhne sehen", miaute sie. "Wo ist Wolkenhimmel?"
Donner senkte den Blick. "Er ist im Wald."
"Wo wir dich gefunden haben?" Sanfter Regens Augen weiteten sich. "Warum hast du uns dann den ganzen Weg hierher geführt?"
"Ich werde euch zu ihm bringen, wenn es euch besser geht", murmelte er.
"Und was ist mit Grauer Flug?" Sanfter Regens Blick lag plötzlich wieder auf Großer Schatten.
"Ich hab es dir doch gesagt", miaute Großer Schatten genervt. "Wir haben ihn seit Tagen nicht gesehen."
"Wenn Grauer Flug vermisst wird", knurrte sie, "müsst ihr ihn finden. Ich bin hergekommen, um meine Familie zu sehen und ich werde nicht gehen, bevor ich das nicht getan habe."
Großer Schatten starrte die Kätzin an. Wie kann sie es wagen, in mein Lager zu kommen und anzufangen Befehle zu erteilen? Und dennoch, die Bergkatze war so weit gereist. Sie war hungrig und ihre Wunde sah schmerzhaft aus. Großer Schatten schluckte ihren Zorn herunter. Sanfter Regen verdiente Respekt, und Freundlichkeit. Vor allem, angesichts all des Kummers, den die alte Kätzin noch vor sich hatte. Tas mindeste, was sie tun konnte, war ihre Söhne zu ihr bringen. Großer Schatten wandte sich an Donner: "Finde Grauer Flug. Bitte."

Original[Bearbeiten]

Tall Shadow gazed at the prey pile. The two mice and scrawny blackbird which Mud Paws and Mouse Ears had brought back from their hunting trip would not feed them all. She glanced toward the sky. The sun was sinking past the tips of the pines. There was still time to send out another patrol.

“Jagged Peak.” She called across the clearing toward the large den woven from the brambles at the far end.

Holly popped her head from the entrance. “He left the camp with the kits,” she called back. “He’s teaching them hunting skills.”

Tall Shadow crossed the clearing toward the bristly she-cat. Holly slid out to meet her.

“Are you still working on your den?” Tall Shadow gazed approvingly at the high, arched roof.

“I’m just tucking stray tendrils away. They keep catching the kits’ pelts.” Holly sat down and licked a paw. “

Tall Shadow could smell blood on it. “It must be prickly work.”

“My scratches will heal,” Holly told her matter-of-factly. “But the den will stay strong for many seasons.”

Tall Shadow dipped her head to peer into the shadowy interior. She could just make out the nests lined along the back wall. “Once you’ve finished here, perhaps you could help build another.” She nodded toward Mud Paws and Mouse Ears as they rested at the edge of the clearing, tired after their long hunt. “I’d feel better if we all had shelter before the next snow.”

“Of course.” Holly scanned the wall of the camp. There was already another den sticking out like a rooks’ nest. Closely woven, the bramble stems formed excellent shelters. Pebble Heart had been working on his for a quarter moon, and it was almost as large as Holly’s. Now he was busy hollowing earth from inside until it seemed more like a cocoon than a den.

He padded out as Holly watched and nodded to her. “I wish there was heather here.” He shook mud from his paws. “It would make a great lining.”

Tall Shadow flicked her tail. “Next time the prey pile is full, I’ll send a patrol to the moor to fetch some.”

“You’ll need plenty.” Holly glanced past Pebble Heart at his den. “There’s enough room inside there for a badger.”

“I want room for extra nests,” Pebble Heart explained. “If cats get sick, they’ll need somewhere to rest where I can keep an eye on them.”

Tall Shadow sat down, pleasure warming her pelt. They were making their new camp into a home. Sheltered among the pines, it felt safer and cosier than the hollow on the moor. She didn’t miss the open sky or brisk winds. And the muffled sounds of the forest – the chattering of birds and creaking of pines – soothed her.

Her only worry now was Gray Wing. He’d been gone for days. Was he still angry about their quarrel, or had something happened to him? Perhaps she should send out a search party. Would he accuse her of treating him like a stray kit?

The brambles rattled at the camp entrance and she jerked herself from her thoughts. Gray Wing? Jagged Peak and the kits? She stiffened with surprise as she recognised Thunder’s orange and white pelt. He nosed his way into camp.

She hurried forward to greet him, her nose twitching as unfamiliar scents touched her nose. Two strange cats followed Thunder into camp. River Ripple padded behind.

As she stared, puzzled, at the strangers, Mud Paws and Mouse Ear got to their paws, pelts twitching uneasily.

The visitors were thin, their pelts ragged. They gazed at her with eyes dull with tiredness and hunger. Why had Thunder brought them here? Didn’t Clear Sky want them?

She heard paws scuff the needles and felt Holly at her side. “Who is this?”

One of the strangers stepped forward and met Tall Shadow’s gaze. Her speckled pelt looked oddly familiar, though she was thin and it clung to her bones. Tall Shadow’s paws pricked nervously. Why is she looking at me like that? The stray was staring expectantly, as though they’d met before. Tall Shadow’s heart quickened. Those mottle markings! The eyes set wide around a slender muzzle. Old memories stirred. Tall Shadow opened her mouth and tasted for scents beyond the stink of hunger and travel. A faint tang of rock and ice touched her tongue.

Could this be a Tribe cat?

Tall Shadow froze.

“Don’t you know me?” The she-cat’s mew was thick with emotion.

Tall Shadow leaned forward and sniffed, excitement rushing though her as she recognised a scent she’d not smelled for moons. “Quiet Rain? Is that you?” Her pelt bristled as though lightning fizzed in the air. Joy rose in her chest.

Holly shifted beside her. “You know this cat?”

Quiet Rain purred, her chest crackling. “She knows me well.” She lifted her muzzle as Tall Shadow bounded forward and weaved around her. Her gaze flicked to the second cat. How had she not recognised his thin dark frame and steady green gaze? “You must be Moon Shadow’s kit!” He looked so like his father. Her heart ached to see him, both with grief as she remembered the loss of her littermate and with delight as she gazed at his son.

He nodded solemnly and Tall Shadow froze. Did he know his father was dead?

Thunder stepped closer, as though reading her thoughts, and leaned close to her ear. “They know about Moon Shadow and Bright Stream, but that’s all I’ve told them of their old tribemates.”

“Where’s Gray Wing?” Quiet Rain glanced around the camp, her eyes glistening with hope.

Tall Shadow hesitated.

“What’s wrong?” Quiet Rain jerked round to stare accusingly at River Ripple. “Is that why you kept prattling like a magpie all the way here? Are you hiding more sorrow from us?”

River Ripple gazed steadily back at her but said nothing.

Tall Shadow gripped the earth with her claws. What should she do? Quiet Rain looked in no fit state to hear more bad news. “Gray Wing isn’t here at the moment.” She glanced hopefully at Thunder. “Have you seen him?”

Thunder looked confused. “Why would I? He lives here now.”

Holly’s ears twitched. “He left a few days ago. We’ve not seen him since.”

“He’s missing!” Quiet Rain blinked at Thunder. “You said he’d be here!” She scanned the clearing again, “Are Clear Sky and Jagged Peak missing too?”

Sun Shadow growled. “What are you hiding from us?”

Tall Shadow itched with frustration. She should tell them all that had happened since they’d left the mountains. She stared desperately at her old mountain friends. Sun Shadow was trembling, his bony flanks quivering. Quiet Water swayed on her paws. They’re not strong enough to hear it yet.

Paws pattered toward them. “I smell infection.” Pebble Heart was hurrying across the clearing. He stopped beside Quiet Rain and began sniffing at her pelt.

She flinched away. “Who’s this?”

“Pebble Heart,” Tall Shadow told her. “He has the power to heal.”

“I herbs which might help,” Pebble Heart mumbled modestly. He sniffed Quiet Rain’s pelt once more, stopping as he reached the blackened wound on her hind leg. “Is this your only injury?” he asked.

Quiet Rain snorted. “The only one worth mentioning.”

“It needs a poultice,” Pebble Heart told her. “I’ll make you one. Please rest, while I do. And eat. You will need strength to fight this infection. It’s gone deep.” He nodded toward the prey pile, then hurried toward his den.

Quiet Rain watched him go. “At least there’s one cat who’s honest.”

“We are all honest!” Tall Shadow bristled. How dare she? This is my home and you are my guests. She met Quiet Rain’s gaze fiercely. “Pebble Heart is right. You need to rest. There is much to tell, but I’m not telling you anything while you look like you may at any moment.”

A purr sputtered in Quiet Rain’s throat. “You have Moon Shadow’s temper.”

“And I see where Clear Sky got his spirit.” Tall Shadow headed for Pebble Heart’s den. “Follow me.”

Quiet Rain wrinkled her nose as she approached. “It smells of sap!”

Tall Shadow halted beside the den entrance. “Pebble Heart is mixing herbs to treat your wound.”

As she spoke, Pebble Heart slid out, a leaf folded in his jaws. He dropped it beside Quiet Rain. “Lie down, please.”

She glanced at him warily, but followed his order and careful lowered herself onto the ground.

Tall Shadow could see relief soften the old cat’s face as she rested.

Pebble Heart unfolded the leaf with his paw, then lapped up some of the green pulp inside and began to wash it into Quiet Rain’s wound.

She winced, but made no sound.

“Will it heal?” Sun Shadow leaned forward.

“In time,” Pebble Heart murmured between licks.

Tall Shadow signalled to Mud Paws and Mouse Ears with a flick of her tail. “We’ll need more prey.”

Mouse Ears nodded. “We’ll hunt.”

“I found a stash of beech nuts while we were out this morning,” Mud Paws meowed. “Where there are nuts, there are squirrels.”

The two toms crossed the clearing. Brushing past River Ripple and Thunder, they headed out of camp.

Tall Shadow followed and stopped at Thunder’s side. “Thank you for bringing them.”

“She wanted to see you and Gray Wing,” Thunder shrugged.

Tall Shadow felt the familiar tug of worry. “If you see any sign of Gray Wing, tell him to come home.”

“Sure.” Thunder dipped his head.

River Ripple shifted his paws impatiently. “I must get back to the island. The others will wonder where I am.”

The others. At his words, Tall Shadow remembered the parting at the hollow. “Did you let Dappled Pelt and Shattered Ice join your group?”

“Of course.” River Ripple purred. “They were welcome and have settled in well. Though I was surprised to see them. Night and Dew have been teaching Dappled Pelt to swim.”

Tall Shadow saw Thunder shudder.

“She caught her first fish yesterday,” River Ripple went on. “She might have been born in the mountains, but she moves like an otter in the water.”

“Did you say Dappled Pelt?” Quiet Rain called across the clearing.

“She and Shattered Ice live with River Ripple now,” Tall Shadow called back.

“Mountain cats living beside water?” Quiet Rain blinked as Pebble Heart worked on her wound.

“Don’t forget, we were raised behind a waterfall.” Tall Shadow felt a pang at the far distant memory. So much had happened since. Had they changed? “Perhaps Dappled Pelt missed the sound of it lulling her to sleep.” Would Quiet Rain ever understand the choices they’d made since arriving in their new home? Her heart felt suddenly heavy. Not all the choices had been good. How would she explain the battle with Clear Sky and his rogues? Greif tightened her throat as she pictured the grave beside four trees where so many of her friends now lay.

River Ripple turned. “I must go.”

“Me too.” Thunder glanced at Tall Shadow. “Can you take care of them? Have you enough prey?”

“We’ll find enough,” Tall Shadow promised. They were learning fast the best places to hunt among the pines. And in the quietness of the forest, prey was easy to hear. It was scarce but they were all good hunters.

River Ripple headed for the entrance and ducked out of the camp.

As Thunder turned to follow, Quiet Rain called once more across the clearing. “Don’t go, Thunder! Tell me more about your father. Has he found a new mate?”

Tall Shadow saw the young tom’s gaze sharpen. “Stay,” she whispered. “Just long enough to reassure her he is well.”

Thunder held her gaze uncertainly and Tall Shadow wondered what was troubling him. Before she could ask, the bramble wall shuddered as Jagged Peak padded in.

“You’re back!” Holly hurried to greet him.

Quiet Rain pushed herself to her paws, nudging Pebble Heart away. “My son!”

Jagged Peak paused, eyes wide. “Quiet Rain?” Joy lit up his gaze and he hurried to greet her, his hind leg dragging a little in his rush.

Quiet Rain’s gaze flicked instantly to his injured leg. “What happened?” she gasped.

“An old injury.” Jagged Peak halted. “I fell from a tree. It’s not important.”

“You’re lame!” Quiet Rain stared at him, disappointment clouding her gaze.

Jagged Peak stiffened, the fur ripping along his spine.

Holly growled. “He limps, that’s all,” she told Quiet Rain sharply. “He can hunt and think as well as any cat and–”

Excited mewls cut her off. Dew Nose raced into camp, dragging a vole, while Storm Pelt and Eagle Eye crowded around her.

“It’s my turn to carry it!” Eagle Eye complained.

Jagged Peak turned on them sternly. “Behave yourselves! My mother is visiting from the mountains.”

Dew Nose dropped the vole and stared at the ragged she-cat. “That’s your mother?”

Storm Pelt raced to Holly’s side and sheltered under her belly. “What’s she doing here? She smells funny.”

Eagle Eye padded toward Quiet Rain, his nose twitching. “Why are you here?”

Quiet Rain bristled. “Is this how you raise your young in this land of soft earth?” She glared at Jagged Peak. “I would never have allowed such rudeness.”

Holly’s eyes flashed with rage. “Perhaps that’s why your sons left.”

Quiet Rain glared back. “How dare you?”

Jagged Peak stepped between them. “My kits are lively,” he told her. “But they have good hearts and will make fine hunters.”

Quiet Rain ignored him and turned to Thunder. “I want to see my other sons,” she meowed. “Where is Clear Sky?”

Thunder dropped his gaze. “He’s in the forest.”

“Where we found you?” Quiet Rain’s eyes widened. “Why did you bring us all the way here?”

“I will take you to him when you’re better,” he mumbled.

“And what about Gray Wing?” Quiet Rain jerked her gaze to Tall Shadow.

“I told you,” Tall Shadow meowed irritably. “We haven’t seen him for days.”

“If Gray Wing is missing,” she growled. “You must find him. I came here to see my kin and I will not leave until I do.”

Tall Shadow stared at the she-cat. How dare she come into my camp and start giving orders! And yet, the mountain cat had travelled far. She was tired and hungry, and her wound looked painful. She swallowed her anger. Quiet Rain deserved kindness and respect. There was still so much grief for the old cat to face. The least they could do was bring her sons to her. Tall Shadow turned to Thunder. “Find Gray Wing, please.”

Notizen[Bearbeiten]

Es handelt sich hierbei um die Übersetzung eines ersten Entwurfs, deshalb gibt es viele Ecken und Kanten.

  1. Bei "Eagle Eye" handelt es sich eigentlich um "Eagle Feather" deshalb wurde er mit "Adlerfeder" übersetzt.